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Der richtige Name ist eine einfache und günstige Werbung für deine Geschäftsidee. Hier sind 5 Fehler bei der Namensfindung, die du NICHT machen solltest!
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23 Jan Die 5 größten Fehler bei der Namensfindung

Eines der wichtigsten Dinge, die du bei einer Gründung tun musst, ist den RICHTIGEN Namen für deine Geschäftsidee zu finden. Ein guter Name kann Millionen wert sein, und ein schlechter kann dich in den Ruin treiben …

1

Dein Namen ist NICHT selbsterklärend

Ein Beispiel: Mit dem Namen „SessionLine“ wollten die Unternehmensgründer eine Online-Plattform für Freizeitaktivitäten in Hamburg starten. Das Ziel war, der Anonymität in der Großstadt den Kampf anzusagen und Leute, abseits eines Dating- oder Businesstreffs, miteinander in Kontakt zu bringen. Der Name „SessionLine“ entstand aus dem Begriff Jamsession und der Timeline, die als Interface auf der Website im Mittelpunkt stand. Nach einiger Zeit musste man feststellen, dass die Idee sowohl bei den Nutzern als auch bei Investoren nicht rüberkam. Und ohne steigende Nutzerzahlen keine Einnahmen und keine Investoren. Bis die Gründer den Namen änderten. Mit der Facebookseite „Heute in Hamburg“ erreichten sie innerhalb 2,5 Wochen über 10.000 Fans. Der Vorteil beschreibender Namen ist, dass sie oft einfacher gefunden werden. Sie sind allerdings nicht schutzfähig. Fantasienamen dagegen sind zwar einzigartig, aber brauchen einen großen Marketingetat, um bei den Kunden hängenzubleiben.

2

Deinen Namen kann man sich NICHT merken

Als ich letztens beim Apotheker war, bestellte jemand „das Erkältungsmittel umka, umlaka, umcoba …, oder wie heißt das noch mal?“.  Stelle sicher, dass man deinen Namen aussprechen kann. Namen, die man nur schwer buchstabieren oder aussprechen kann, kann man sich sehr schlecht merken. Und genau das willst du nicht. Damit deine Marke sich einprägen kann, empfehlen sich Namen mit einem „Verb-Potenzial“. Wir suchen z. B. nicht mehr nach Begriffen im Internet, sondern wir „googeln“. Diese Namen sind kurz, maximal 2 Silben lang, und prägnant. Sie sind vor allem keinen Zungenbrecher.

3

Dein Name bietet keine Wachstumsmöglichkeit

Wenn du deinen Namen mit einer Region oder mit einem bestimmten Produkt verbindest, nimmst du dich die Möglichkeit, später dein Gebiet oder Sortiment auszuweiten. Ein Name wie z. B. „Tante Annies Suppenküche“ mag wohl in Hamburg, München und Frankfurt gleichermaßen funktionieren. Aber sobald Tante Annie auch Smoothies verkaufen will, wird es schwieriger. Überlege dich, wo du in 10 Jahre stehen willst. In welche Richtung willst du, wenn möglich, expandieren? Passt der Name dann noch?

4

Dein Name unterscheidet sich kaum vom Wettbewerb

Gerade mit deinem Namen kannst du Besonderheiten, Stärken oder Stilrichtungen vermitteln. „Unternehmungsberatung Herr Müller und Herr Meier“ ist wirklich nichtssagend und austauschbar. Warum sollte man sich ausgerechnet für diese Unternehmensberater entscheiden? Womit unterscheidest du dich vom Wettbewerb? Was macht dich so besonders? Nehme dich die Zeit und suche nach der Essenz deiner Geschäftsidee. Wecke Assoziationen, die zu deiner Geschäftsidee passen. Dazu kannst du ganz gezielt den Klang von Buchstaben nutzen. Das „i“ z. B. weckt Assoziationen mit klein wie mini, oder das „a“ und „o“ werden mit dem Begriff groß verbunden wie bei Omega oder Sharan. („Namerobot“ bietet verschiedene Tools, um den optimalen Namen zu entwickeln.)

5

Dein Name ist schon geschützt

Eine Suche bei Google ist nur ein erster Test. Das reicht nicht aus! Du solltest auf jeden Fall sichergehen, dass auch die passende Webadresse noch zu haben ist. Wenn du deinen Wunschnamen gefunden hast, solltest du diesen unbedingt schützen lassen. Das ist kein Hexenwerk. Du kannst entweder selbst deinen Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) einreichen und bezahlst nur die Gebühren von € 290 für den Markeneintrag. Oder du beauftragst einen Anwalt. Die Kosten liegen je nach Leistungsumfang zwischen € 100 und € 400.

FAZIT:

Dein Name ist dein erstes Aushängeschild. Sorge dafür, dass dein Name kurz, prägnant und einfach zu merken ist. Ein auffälliger, ungewöhnlicher Name macht neugierig, bleibt besser hängen und wird schneller online gefunden. So hebst du dich von der Masse ab und brauchst weniger Geld, um dein Angebot bekannt zu machen. Der richtige Name ist eine einfache und günstige Werbung für deine Geschäftsidee. Nutze das!

Die besten TIPPS den richtigen Namen zu finden:

• Fasse dich kurz
• Mache den Telefontest
• Denke an die Zukunft
• Sinnlose Buchstaben-Kürzel verpuffen wirkungslos
• Wecke Assoziationen, die zu deiner Firma passen!
• Verzichte auf Sonderzeichen

• Mache eine Keywordanalyse, wenn SEO wichtig ist
• Es reicht nicht, bei Google zu suchen
• Denke an die Domainnamen
• Beschreibende Namen sind nicht schutzfähig
• Melde deine Marke an
• Denke eventuell auch an andere Sprachen

Nützliche Links:
www.namerobot.de (tolles Tool für die Namensfindung plus Markenanmeldungspaket)
www.swissmademarketing.com (Keywords recherchieren)
www.wir-lieben-marken.de
www.mcpatent.de
www.fixmarke.de

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