Design-für-Gründer | Die 7 größten Fehler beim Logo-Design
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Die 7 größten Fehler beim Logo-Design.

21 Jul Die 7 größten Fehler beim Logo-Design

Ein Logo ist das Herzstück Ihrer Kommunikation. Es dient nicht nur dem Wiedererkennungswert. Es soll auch Ihr Alleinstellungsmerkmal, die Positionierung und die Unternehmenswerte in einem Zeichen vereinen. Wenn Ihr Logo das nicht schafft, wird es schwierig Ihre Kunden von Ihren Kompetenzen zu überzeugen. Die 7 größten Fehler, die Sie beim Logo-Design machen können, finden Sie hier.

1. Keinen Plan haben

Als Existenzgründer haben Sie sich spätestens bei der Erstellung Ihres Businessplans mit folgenden Fragen befasst:
• Was ist mein Alleinstellungsmerkmal?
• Wie ist die Wettbewerbssituation?
• Wofür will ich stehen?
• Wie positioniere ich mich?
• Wie sieht meine Zielgruppe aus?

Nutzen Sie die Antworten auf diese Fragen als Checkliste. Sie sollten in Ihrem Erscheinungsbild auf den Punkt gebracht werden. Dafür braucht man Know-how und kreatives Talent. Deshalb ist davon abzuraten, Ihr Logo von ambitionierten Freunden erstellen zu lassen. Mangelnde Kenntnisse und Erfahrung bei der Logo-Entwicklung führen auf Dauer zu unbefriedigenden Ergebnissen. Im schlimmsten Fall entsteht ein Logo, das von Ihren Kunden als unseriös oder gar unpassend empfunden wird.

2. Billige Vorlagen aus dem Internet

Heutzutage gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich im Internet billig ein Logo zu beschaffen. Jeder kann für kleines Geld ein Stock-Logo kaufen, Vorlagen runterladen und anpassen oder sich viele Designvorschläge von mehr oder weniger professionellen Designern aus Preisdrücker-Design-Portalen machen lassen. Wie individuell wird ein auf diese Weise erstelltes Logo aber wohl sein? Was sagt ein solches Logo über Ihr Unternehmen aus? Wahrscheinlich nichts! Sparen Sie also nicht am falschen Ende. Früher oder später kommt das wie einen Bumerang zurück.

3. Nicht zielgruppengerecht

Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. So einfach ist das. Stellen Sie Ihre Zielgruppe in den Mittelpunkt und nicht Ihren eigenen Geschmack. Wenn Sie Punkt 1 ernstgenommen haben, haben Sie sich bereits über die Vorlieben Ihrer Zielgruppe informiert. Lassen Sie diese in die Gestaltung einfließen und steigern Sie die Akzeptanz Ihres Erscheinungsbildes.

4. Typografische Sünden

Typografie ist ein Fachgebiet. Es gibt Professoren und Designer, die sich z. B. ausführlich damit beschäftigen, wie genau der innere Bogen einer Serife aussieht oder wie hoch die X-Höhe sein sollte. Details, die man als Laie nur unbewusst wahrnimmt, die allerdings sehr viel beitragen zu Charakter und Funktion eines Schriftzugs. Diese drei Fehler können Sie vermeiden:

Typofehler, Schriftart, Font, die richtige Schrift

A. Die falsche Schrift
Jede Schrift hat ihren eigenen Charakter, und viele Fonts werden bereits mit bestimmten Werten oder Lebenseinstellungen in Verbindung gebracht. Fragen Sie sich, welche Werte Sie vertreten und welche Stilrichtung Ihre Zielgruppen anspricht. Passen Sie Ihre Schriftwahl daran an.

Zu viele Schriften, Typografie Fehler

B. Zu viele Schriften
Das Gesamtbild eines Logos wirkt unruhig und kompliziert, wenn man verschiedene Fonts verwendet. Richtlinie ist eine Kombination aus Haupt-Schriftart, die sich in der restlichen Kommunikation des Unternehmens wiederfinden kann und einer komplementären Schrift für einen Claim oder Ähnliches.

Typofehler, Kerning, Buchstaben

C. Falsche Abstände zwischen den Buchstaben
Wenn die Weißräume zwischen den einzelnen Buchstaben optisch nicht ausgeglichen sind, wird der Lesefluss unterbrochen. Damit Ihr Logo ein gutes Bild abgibt, sollten Sie unbedingt auf das Kerning achten.

5. Die falsche Farbe

Farben wirken auf verschiedenen Ebenen: kulturell, politisch, psychologisch, symbolisch und kreativ. Jede Farbe verfügt über eine eigene Mischung von Assoziationen. Die wichtigste hat Eva Heller  in ihrer wissenschaftlichen Untersuchung Wie Farben wirken: Farbpsychologie. Farbsymbolik. Kreative Farbgestaltung zusammengetragen.
Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Werte der zwei beliebtesten Farben (Umfrage bei 1888 Frauen und Männer aller Altersgruppen).

BLAU ist die Lieblingsfarbe von 40 % der Männer und von 36% der Frauen.
Assoziationen mit: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Freundschaft, Treue, Vertrauen, Entspannung.
Aber auch mit: Sehnsucht, Kälte, Kühle, Stille.

ROT ist bei Männern und Frauen gleich beliebt: Jeweils 20% nannten Rot als Lieblingsfarbe
Assoziationen mit: Glück, Energie, Aktivität, Lebenskraft, Leidenschaft, Liebe, Verführung, Aufregung, Erotik, Nähe.
­Aber auch mit: Hass, Wut, Impulsivität, Aggressivität, Hitze, Feuer, Lärm, Gefahr, Verbotenes.

Die detaillierte Wirkung jeder einzelnen Farbe werde ich in einem anderen Blog besprechen. Hinterfragen Sie auf jeden Fall die Farbwahl. Ein guter Designer kann Ihnen erklären, wie die Wirkung einer bestimmten Farbe ist. Die wichtigste Frage, die Sie sich bei der Logo-Entwicklung stellen sollten, lautet: Womit will ich assoziiert werden?

6. Viel zu kompliziert

Das Logo sollte in seiner Form auf das Wesentliche beschränkt werden. Das hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern erhöht den Wiedererkennungswert enorm. Je komplizierter die Form, desto schwieriger wird es, sie auf Anhieb richtig zuzuordnen. Hier gilt auf jeden Fall: Weniger ist mehr!

7. Nicht für alle Medien geeignet

Selbstverständlich muss Ihr Logo auf allen Medien funktionieren. Wenn der Entwurf auf Ihrer Webseite in kleiner Ausführung nicht mehr erkennbar ist, entscheiden Sie sich für eine andere Version. Das Gleiche gilt auch für andere Kommunikationsmittel, wie Flyer, Broschüren, Plakaten, Anzeigen, Visitenkarten, am Gebäude oder auf Wegweisern. Überprüfen Sie das.

FAZIT

Wenn Sie diese 7 Richtlinien anwenden, wird die Logo-Entwicklung von Anfang an gut konzipiert sein. So bleibt Ihr Logo in den Köpfen der Kunden verankert.

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