Design-für-Gründer | Emotionen + Werbung
Menschen lassen sich bei der Entscheidung für eine Marke eher von Emotionen, als von Informationen leiten. Nutzen Sie das in Ihrem Marketingmix?
Branding, Marketingmix, Marketing, Geschäftsidee, Marke, Emotionen, Neuromarketing
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Emotionen in Werbung, Branding, Marke, Emotionen

12 Mai Entscheidest du mit dem Bauch oder mit dem Kopf? SICHER?

Es wird von der Neurowissenschaft belegt. Der Mensch ist bei Weitem nicht so rational, wie wir denken. In 80 bis 95% der Fälle ist die emotionale Komponente schlichtweg der entscheidende Faktor.

95% unserer Entscheidungen sind aus dem Bauch heraus.

In jeder Sekunde versorgen die 5 Sinne das Gehirn mit 11 Millionen Bits Information. Wir sind schlichtweg überfordert, wenn wir das alles bewusst verarbeiten müssen. Deswegen kommt nur einen verschwindend geringen Teil davon, nämlich 40 Bit, in unser Bewusstsein an. Das sind dann die Argumente, womit wir unsere (Kauf)Entscheidungen begründen oder rechtfertigen: „Diese Luis Vuitton Tasche hat ein extra Handyfach.“ Man hat zwar schon zig Handtaschen, aber dieses Exemplar …

„The most startling truth is we don’t even think our way to logical solutions. We feel our way to reason. Emotions are the substrate, the base layer of neural circuitry underpinning even rational deliberation. Emotions don’t hinder decisions. They constitute the foundation on which they’re made!“

Dieses Zitat aus dem Business-Magazin Fast Company von Douglas Van Praet, Autor des Werkes „Unconscious Branding“, beschreibt wie Emotionen die Basis für unsere Entscheidungen sind.

Menschen lassen sich bei der Entscheidung für eine Marke eher von Emotionen, als von Informationen leiten. Eine außergewöhnliche, emotionale Geschichte ist ein sicherer Weg, um Aufmerksamkeit zu bekommen und die Interaktionsrate zu steigern. Dabei kann man sowohl negative als auch positive Emotionen nutzen. Entscheidend dabei ist, dass Sie gewisse Grenze nicht überschreiten, damit Sie nicht auf Ablehnung stoßen.

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Emotionen aktivieren Menschen, zu reagieren oder zu handeln. Je langweiliger die Botschaft, desto weniger Reaktion löst sie aus. Aber aufgepasst: Wenn deine Botschaft zu viele (negative) Emotionen auslöst, ist die Handlungsbereitschaft ebenfalls gleich null. Eine gewisse, italienische Modemarke bewegt sich mit ihren Anzeigen immer wieder innerhalb dieses Grenzgebietes. Damit erreichen die zwar Aufmerksamkeit, aber zu welchem Preis?

Negative Emotionen in Werbung, Branding, Marke

Es gibt vier Kategorien von Emotionen, die in der Werbung besonders häufig eingesetzt werden:

1. Glück/Spaß/Freundschaft

Es gibt nichts Besseres für eine Marke, als mit positiven Emotionen assoziiert zu werden. Denn Inhalte, die positive Emotionen hervorrufen, weisen in der Regel eine höhere Interaktionsrate auf. Außerdem werden positive Inhalte eher geteilt, als negative.

2. Trauer/gerührt sein

Rührende oder traurige Inhalte regen zum Nachdenken an, lösen Mitgefühl aus und dringen zu einem durch. Ein Beispiel:

3. Angst/Überraschung

Angst ist ein natürlicher Instinkt, der unsere Überlebenschance erhöhen soll. Dieser Effekt wird eingesetzt, um Menschen wach zu rütteln oder zu warnen. Eine Marke kann Menschen auch schützen für schreckliche Dinge. Das ist durchaus legitim. Hier ist allerdings wirklich darauf zu achten, nicht „over the top“ (siehe Grafik oben) zu gehen. Dann erntest du nur noch Ablehnung.

4. Wut/Empörung

Wir werden wütend oder sind empört, wenn wir merken, dass wir oder andere verletzt oder ungerecht behandelt werden. Dieser Wut kann uns zum Handeln bewegen. Wir setzen uns auseinander mit der Ursache und suchen aktiv nach Lösungen. Wer also denkt, dass man Wut als negatives Gefühl am besten meidet, damit nichts auf die Marke abfärbt, liegt falsch. Richtig eingesetzt kann Wut zu überraschende Wendungen führen:

FAZIT:

Auch Sie entscheiden aus dem Bauch heraus. Genauso wie Ihre Kunden. Überlegen Sie, mit welchen Emotionen Sie Ihre Geschäftsidee verknüpfen können. Setzen Sie diese kreativ in Ihre Kommunikation um. Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass Sie allein nicht weiterkommen, lade ich Sie gerne zu einer Gratis-Session in meinem Büro ein. Hier werfen wir gemeinsam einen Blick auf Ihre Ideen und besprechen erste Optimierungspotenziale.
P.S. Ich freue mich, wenn Sie diesen Artikel teilen.

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