Design-für-Gründer | Kann ein Gründer auch „Apple“?
33
post-template-default,single,single-post,postid-33,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-7.4,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1.1,vc_responsive
In 5 Schritten zur erfolgreichen Marke

15 Apr Kann ein Gründer auch „Apple“?

An nur einem Wochenende im Sommer 2013 verkaufte Apple neun Millionen Smartphone-Modelle „iPhone 5s“ und „iPhone 5c“. Bei einem Verkaufspreis von rund 600 Euro und Warteschlangen vor den Apple-Stores ist das kein Erfolg des neuen Modells. Es ist vielmehr ein Beweis dafür, dass die Menschen überzeugt sind, dass die Marke Apple etwas Besonderes ist und dementsprechend viel wert.

Kann ein Gründer auch „Apple“?
Jein.
Nein, weil ein Gründer nicht über den gleichen Etat wie ein Großkonzern verfügt.
Ja. Wenn man nicht auf Quantität setzen kann, dann setzt man eben bei der Qualität an. Und das kann jedes Unternehmen, das seine Kommunikation ernst nimmt. Dazu sollte man folgende Grundregeln beachten:

1. Bestimmen Sie Ihre Markenidentität.

Eine Marke ist ein Bündel von Assoziationen. Als Gründer sollten Sie von Anfang an die gewünschten Assoziationen aktiv kommunizieren. Dazu müssen Sie erst mal definieren, wofür Ihre Marke steht. Fragen Sie sich, was Sie antreibt. Welche Werte sind Ihnen wichtig? Was ist Ihr Ziel? Und hier meine ich nicht einen Umsatz von zig Mio., sondern welches Anliegen ist Ihnen außerdem wichtig? Wie sieht Ihre Unternehmenskultur aus? Die meisten große Firmen definieren in diesem Kontext ein Brand Mantra. Ein Brand Mantra sagt in ein paar Worten aus, worauf alle Aktivitäten in Ihrem Unternehmen einzahlen sollten. Ein Beispiel: Das Brand Mantra von NIKE lautet Authentic Athletic Performance. Nicht zu verwechseln mit dem Werbeslogan „just do it“.
Machen Sie den Versuch: Definieren Sie ein Brand Mantra und sorgen Sie dafür, dass Ihr Produkt, Ihr Service, Ihre Mitarbeiter, Ihre Strategie und Ihre Kommunikation darauf einzahlen.

2. Beobachten Sie den Markt.

Schauen Sie immer wieder nach, was Ihre Wettbewerber machen. Es kann durchaus eine Hilfe sein, die Auftritte der Konkurrenz mal genauer anzuschauen. Oft findet man so heraus, ob man die eigene Strategie nachbessern sollte. Prüfen Sie, ob es Alternativen für Ihr Angebot gibt. Welche neuen Entwicklungen können dazu führen, dass Ihre Kunden sich für ein anderes Produkt entscheiden. Welche Verhandlungsposition haben Ihre Lieferanten und Ihre Kunden? Wie positionieren sich Ihre Wettbewerber? Wie hoch sind die Markteintrittsbarrieren? Beobachten Sie die Entwicklungen immer wieder, nicht nur während Sie einen Businessplan erstellen.

3. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen.

Wie sieht Ihre Zielgruppe aus? Können Sie Ihre Zielgruppe nach soziografischen, demografischen oder sachlichen Begriffen einordnen? Warum sollte die Zielgruppe Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kaufen? Welche Bedürfnisse erfüllen Sie? Welche Benefits haben Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung? Womit begründen Sie Ihr Kundenversprechen? Wo hält sich Ihre Zielgruppe auf? Mit welchen Begriffen suchen Ihre potenziellen Kunden bei Google?

4. Positionieren Sie sich richtig.

Nehmen Sie Stellung! Wo sehen Sie sich im Markt, wenn Sie Ihre Werte, Wettbewerber und Zielgruppen kennen? Ist Ihr Produkt emotionell oder sachlich? Braucht es viel Erklärung oder gar keine? In welchem Preissegment wollen Sie sich bewegen? Welche Wertigkeit soll Ihre Marke vermitteln? Bringen Sie Leistung, Funktion und Kundennutzen auf den Punkt.

5. Lassen Sie sich von kompetenten Dienstleistern unterstützen.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernaufgaben und lassen Sie sich bei der Marketingkommunikation von Profis unterstützen. Das muss nicht unbedingt die große Agentur sein. Bei großen Agenturen sind diejenigen, die Ihre Aufträge entgegennehmen und diejenigen, die sie ausführen, in der Regel nicht dieselben. Oft werden Berufsanfänger oder Praktikanten eingesetzt. Überzeugen Sie sich, wer genau für Sie arbeitet. Kleinere Büros sind nicht nur kostengünstiger, sondern haben den Vorteil, dass die Inhaber vielfach erfahrene Profis sind, die sich persönlich um Ihr Anliegen kümmern.