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Die richtige Schrift für Ihr Logo.

29 Mrz Die richtige Schrift für Ihr Logo

Die Wirkung Ihres Logos hängt stark von der Wahl der Schrift ab. Jede Schrift hat einen eigenen Charakter. Die Unterschiede stammen aus der ursprünglichen Herstellung als Bleisatz.

Von Gutenberg bis Googlefonts
Von Gutenberg bis in die 70er-Jahre hat sich beim Satz nichts Wesentliches geändert. Vom Mittelalter bis zur Ära der Industrialisierung wurden einzelnen Schriften von „Stempel- oder Schriftschneidern“ mit Hilfe von Matrizen gegossen. Einige sehr bekannte Schriftentwickler, dessen Schriften auch heute noch verwendet werden, sind Garamond, Caslon oder Bodoni. Im 19. Jahrhundert veränderten maschinelle Fertigungsprozesse sowohl den Druck als auch die Illustrationsgrafiken. Das Bebildern von Drucksachen ließ sich erheblich standardisieren durch die von Alois Senefelder erfundene Technik der Lithografie. Von 1890 bis 1970 entwickelte das Druckhandwerk sich zu Industrie, vor allem durch die Erfindung der Bleisatzmaschinen (Linotype-Modell von Mergenthaler und das Monotype-Modell von Lanston).

Erst mit dem Fotosatz, Anfang der 70er Jahren, verschwindet den althergebrachten Bleisatz. Die Textbestandteile einer Drucksache werden nun nicht mehr aus Bleilettern oder -zeilen zusammengesetzt, sondern über reprografische Belichtungstechniken. Ab Mitte der Achtziger verlagerte sich der Satz von Medienprodukten zunehmend auf DTP. Die digitale Revolution änderte sämtliche Produktionsweisen innerhalb der Medienproduktion. Die Basis ist jedoch immer noch auf den alten Bleischriften zurückzuführen

Fünf Faktoren die den Charakter einer Schrift bestimmen

1. Die X-Höhe

Die X-Höhe ist die Höhe der Kleinbuchstaben ohne Ober- und Unterlängen. Gemessen wird am x. Die x-Höhe bestimmt vor allem bei kleineren Schriftgrößen, ob die Schrift noch gut leserlich ist oder nicht.

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2. Die Ober- und Unterlänge

Die Ober- und Unterlänge bezieht sich auf die Teile die über oder unter die X-Höhe reichen. Diese Länge beeinflusst gerade bei Fließtext den Zeilenabstand.

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3. Die Strichdicke

Die Strichdicke der einzelnen Buchstabenteilen kann mit oder ohne starken Kontrast sein. Dies beeinflusst natürlich sehr stark die Optik und den Charakter.

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4. Mit oder ohne Serifen

Als Serife bezeichnet man die (mehr oder weniger) feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung, abschließen. Serifen führen die Augen von einer Buchstabe zu anderer. Dies ist allerdings nicht dringend notwendig um größere Texte leserlich darzustellen. Auch serifenlose Schriften können ein sehr gutes Bild abgeben. Es hängt immer von der richtigen Anwendung ab.

Schrifte mit oder ohne Serifen

5. Die Innenformen

Schulen Sie Ihr Augen für den Innenform einer Schrift. Die Innenformen gibt es in unendlich vielen Variationen und prägen den Charakter einer Schrift sehr stark. Schauen Sie mal auf die Beispiele.

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Also, Augen auf bei der Auswahl der Schrift. Da gibt es sehr viele Details, die Ihr Image beeinflussen. Wenn Sie gerade in der Gründungsfase sind, können Sie noch alles beeinflussen. Wenn Sie bereits über ein Logo verfügen, sollten Sie kontrollieren, ob Ihr Logo wirklich zu Ihrer Marketingstrategie passt. Es ist nie zu spät, Anpassungen durchzuführen.

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