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Kennen Sie Ihre Zielgruppe? Wirklich?

20 Jul Kennen Sie Ihre Zielgruppe? Wirklich?

Wollen Sie Ihre Geschäftsidee an den Mann oder die Frau bringen? Dann müssen Sie Ihre Zielgruppe wirkungsvoll überzeugen. Dabei reicht es nicht mehr aus, zu wissen, zu welcher Alters- oder Einkommensgruppe Ihre Kunden gehören. Auch die Einordnung nach sachlichen Begriffen hilft nur begrenzt weiter. Denn eins haben alle Zielgruppen gemeinsam: Jeder innerhalb der Gruppe tickt anders.

Entscheidungsfaktor Denkstil.

Menschen haben unterschiedliche Denkmuster, auf deren Grundlage sie entscheiden. Es gibt die ganz strukturierten Perfektionisten, die alles detailliert wissen wollen und sehr auf Sicherheit bedacht sind. Sie können gar nichts anfangen mit bunten Bildchen, Abenteuern oder spielerischen Ideen. Das ist für Träumer und die experimentierfreudige anderen, nichts für sie. Dann gibt es Menschen, die sehr analytisch und autonom sind. Sie hinterfragen alles kritisch und sind eher offen für technische und mathematische Argumente. Sie interessieren sich nur für Zahlen, Daten und Fakten. Etwas womit beziehungsorientierte Typen gar nichts anfangen können. Für diese Menschen sind Wärme, Herzlichkeit, Freundschaft und Einfühlungsvermögen sehr wichtig. Wenn Sie diese Gruppe mit Zahlen und Statistiken zuballern, haben Sie verloren.

Die Vier Denkstile.

Es gibt also vier Denkstile, die man sowohl im limbischen Kommunikationsmodell als auch beim HBDI-Modell wiederfindet:

• der experimentelle Denkstil
Stichwörter: fantasievoll, risikofreudig, Abenteuer, Humor, das große Ganze

• der rationale/logische Denkstil
Stichwörter: autonom, kritisch, kurz und knapp, logische Argumentation, Vorliebe für technische oder mathematische Details

• der gefühlvolle Denkstil
Stichwörter: warm, beziehungsorientiert, zuhören und verstehen wollen, gefühlvoll

• der sicherheitsbedürftige/strukturierte Denkstil
Stichwörter: sicherheitsorientiert, achtet auf Formalitäten und Pünktlichkeit, sorgfältig, detailliert

Diese Denkstilpräferenzen haben auf alles, was wir tun, Einfluss. Sie bestimmen wie wir die Menschen wahrnehmen, mit denen wir täglich zu tun haben. Als Lebenspartner oder als Arbeitskollege. Sie bestimmen wie wir unsere Kreativität entfalten oder wie wir lernen. Diese Denkmuster beeinflussen unsere Kommunikation, die Problemlösung und unseren Führungsstil. Und vor allem wovon wir uns überzeugen lassen.

„Wenn wir uns diese Muster bewusst machen, können wir sie gezielt einsetzen. Wir können uns aber auch ändern und das bedeutet: Wir können wachsen.“

Roland Spinola

Die Anwendung.

An erster Stelle sollte man also erkennen, was für ein Denkmuster man selbst hat. Auf dessen Basis sollte man sich für das geeignete Kommunikationsmittel entscheiden. Nicht jeder tummelt sich gerne in den Sozialen Medien oder hat das Talent zum Schauspieler im eigenen Video.

Danach kommt es darauf an, Ihre Inhalte so zu verpacken, dass Sie auch die anderen überzeugen. Die besten Überzeugungsmittel sind NICHT immer die, die Sie überzeugt haben. Weicht Ihr Denkstil von dem Ihrer Zielgruppe ab, dann ist die Chance groß zu scheitern. Trotz hoher Qualifikation, bester Inhalte oder innovativer Produkte. Kommunizieren Sie auf der gleichen Wellenlänge wie Ihre Zielgruppe. Das geht so:

1. Teilen Sie Ihre Zielgruppe nach Denkstiltypen ein.
Wie viel Prozent der Zielgruppe gehört einem bestimmten Denkstil an?

2. Nutzen Sie diese Einteilung für Ihre Positionierung.

3. Stimmen Sie Ihre Kommunikation darauf ab, siehe auch „Wie man seine Zielgruppe überzeugt“.

Und so sieht das aus, wenn man das auf Automarken anwendet:

Positionierung

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