Online gefunden werden:
20 Wege zu mehr
Website-Sichtbarkeit
Du hast eine schöne Website. Trotzdem passiert nichts. Irgendwie gehst du in der Masse unter, die Zahlen in Google Analytics sehen aus wie ein Kardiogramm im Stillstand.
Das liegt nicht daran, dass deine Seite schlecht ist. Es liegt daran, dass niemand weiß, dass es sie gibt.
Sichtbarkeit ist kein Zufall. Es ist eine Liste von konkreten Stellschrauben, die du nacheinander umsetzen kannst. In diesem Artikel bekommst du 20 Methoden. Sortiert nach Bereich, ohne Fachchinesisch. Nicht alle 20 auf einmal umsetzen. Lies durch, such dir zwei oder drei raus, die zu deinem Business passen, und fang da an.
Gefunden werden bei Google
(klassisches SEO)
SEO ist kein Hexenwerk. Es bedeutet im Kern nur eins: Google versteht, worum es auf deiner Seite geht, und zeigt sie deshalb bei den passenden Suchanfragen.
1. Themen bündeln statt wild drauflos schreiben
Google mag keine Website, die über alles ein bisschen schreibt. Eine Seite, die zu zehn verschiedenen Themen halbherzig etwas sagt, rankt für keins davon richtig gut. Besser: ein Hauptthema, eine klare Hauptseite dazu, und mehrere Unterartikel, die aufeinander verweisen. So entsteht ein Themenblock, den Google als Ganzes ernst nimmt.
Ein Beispiel: Deine Hauptseite dreht sich um „Website für Gründerinnen“. Dazu gehören dann Unterartikel wie „WordPress oder KI-Website, was passt zu dir“, „Die 20 wichtigsten Inhalte für deine Startseite“ oder „Was eine Website wirklich kosten sollte“. Jeder dieser Artikel verlinkt zur Hauptseite zurück und untereinander, wo es inhaltlich passt. Google sieht dann nicht fünf lose Artikel, sondern ein zusammenhängendes Themengebiet, in dem du dich auskennst.
Wichtig dabei: Alle Seiten in einem Cluster sollten dieselbe Suchintention bedienen.
Deine Blogartikel sprechen Menschen an, die noch vergleichen und sich informieren wollen, keine Kaufabsicht haben. Eine Sales- oder Landingpage dagegen richtet sich an Menschen mit Kaufabsicht. Das ist eine andere Suchintention, deshalb gehört so eine Seite nicht als gleichrangiger Artikel ins Cluster. Verlink stattdessen aus jedem Unterartikel an einer passenden Stelle im Text auf deine Sales- oder Landingpage, als Call to Action. So bleibt der Cluster für Google inhaltlich sauber, und die Sales-Seite bekommt trotzdem Traffic, genau an dem Punkt, an dem Leserinnen bereit dafür sind.
2. Sorg für eine gute Mobilansicht
Arbeitest du mit Elementor, hast du es einfach: Dort gibt es einen eingebauten Mobilmodus, mit dem du die Seite direkt im Editor auf Handy- und Tablet-Ansicht umschalten und bei Bedarf nachjustieren kannst. Baust du deine Seite dagegen mit einem KI-Tool wie Claude Code, gibt es diesen eingebauten Umschalter nicht, das Ergebnis ist ja fertiger Code statt eines visuellen Baukastens. Die Mobilansicht prüfst du dort über den Browser: Rechtsklick auf die Seite, „Untersuchen“ auswählen, und oben in der Werkzeugleiste das kleine Handy- und Tablet-Symbol anklicken. Damit siehst du sofort, wie die Seite auf verschiedenen Bildschirmgrößen aussieht, ganz ohne zusätzliches Tool. Zur Sicherheit lohnt sich trotzdem immer der Blick auf dem eigenen Handy, bevor du live gehst.
3. Sorg für Tempo
Große, unkomprimierte Bilder sind der häufigste Grund für eine lahme Seite, ein Tool wie Shortpixel oder Imagify verkleinert sie automatisch, ohne dass die Qualität sichtbar leidet. Zu viele Plugins bremsen zusätzlich, räum regelmäßig aus, was du eigentlich nicht mehr brauchst. Ein vernünftiges Hosting, wie es zum Beispiel WordPress-Spezialanbieter wie Raidboxes bieten, nimmt dir außerdem einen Großteil der Technik von vornherein ab.
4. Deine Seite indexieren lassen
Die schönste, schnellste Seite bringt nichts, wenn Google sie gar nicht kennt. Melde dich kostenlos bei der Google Search Console an, verknüpfe deine Website und reiche einmal deine Sitemap ein, eine Art Inhaltsverzeichnis deiner Seite, die WordPress-Plugins wie Rank Math automatisch erstellen. Bei einer neuen oder überarbeiteten Seite kannst du zusätzlich über die URL-Prüfung in der Search Console gezielt die Indexierung dieser einen Seite anstoßen, statt zu warten, bis Google von allein vorbeischaut.
5. Backlinks sammeln
in Backlink ist einfach ein Link von einer fremden Website zu deiner. Für Google ist das wie eine Empfehlung: Je mehr thematisch passende Seiten auf dich verweisen, desto mehr Vertrauen bekommt deine eigene Seite geschenkt.
Zwei einfache Wege dahin: Schreib einen Gastartikel für einen thematisch passenden Blog, das bringt dir einen Link von außen und zeigt, dass andere über dich schreiben. Oder trag dich in kostenlose Branchenverzeichnisse ein, wo Firmen gelistet werden, wichtig dabei: Name, Adresse und Kontaktdaten müssen überall exakt gleich geschrieben sein, sonst verwirrt das mehr, als es hilft.
Bonus, für alle, die etwas mehr Zeit investieren wollen: Auf fremden Websites gibt es ständig tote Links, zu Seiten, die nicht mehr existieren. Eine gezielte Suche lohnt sich, und zwar am ehesten auf sogenannten Ressourcenseiten, also Linklisten, auf denen andere Websites zu einem Thema gesammelt verlinken. Solche Seiten findest du in jeder Branche mit einer einfachen Google-Suche: dein Branchenbegriff kombiniert mit Wörtern wie „Ressourcen“, „nützliche Links“, „Linkliste“ oder „empfehlenswerte Websites“, zum Beispiel „Steuerberatung Ressourcen“ oder „Personal Training nützliche Links“. Solche Seiten sammeln über Jahre Links an, ohne dass sie regelmäßig gepflegt werden, deshalb finden sich dort besonders oft tote Verweise. Zum Aufspüren reicht eine kostenlose Browser-Erweiterung wie „Check My Links“: Du öffnest damit eine Seite, die du sowieso besuchst, klickst auf die Erweiterung, und sie markiert dir sofort alle funktionierenden Links grün und alle toten rot. Kein zusätzliches Tool-Abo nötig, nur ein Klick auf Seiten, die zu deinem Thema passen. Du findest so einen Link, schreibst der Betreiberin und schlägst deinen eigenen, passenden Artikel als Ersatz vor. Für sie ein Gefallen, für dich ein Backlink.
6. Artikel auf anderen Plattformen zweitveröffentlichen
Denselben Artikel zum Beispiel auf LinkedIn erneut veröffentlichen, mit einem Hinweis, wo das Original steht. Bringt zusätzliche Reichweite, ohne dass Google das als Kopie abstraft, solange klar ist, welche Version zuerst da war.
Bei ChatGPT gefunden werden
(GEO, einfach erklärt)
GEO steht für Generative Engine Optimization. Sperriger Begriff für eine einfache Idee: dasselbe Prinzip wie SEO, nur nicht für Google, sondern für ChatGPT, Perplexity und Co. Ziel ist nicht mehr nur der Klick, sondern die Zitierung. Die KI soll deine Seite als Quelle nennen, wenn jemand eine passende Frage stellt.
7. In klaren, für sich stehenden Häppchen schreiben
Eine KI liest keinen ganzen Artikel und zitiert ihn komplett. Sie greift sich einen einzelnen Absatz raus. Deshalb muss jeder Absatz auch ohne den Rest des Textes verständlich sein. Kurze, in sich abgeschlossene Gedanken schlagen lange, verschachtelte Herleitungen.
8. Fragen direkt beantworten statt drumherum reden
Schreib so, wie Menschen tatsächlich fragen würden, und beantworte es in den ersten zwei Sätzen. Erst danach die Ausführung. Das ist der Unterschied zwischen einem Text, der auf den Klick abzielt, und einem, der zitiert wird.
9. Strukturierte Daten im Hintergrund einbauen
Strukturierte Daten sind ein technisches Etikett im Code, das der Maschine sagt, was auf der Seite steht. Das hier ist eine FAQ. Das hier ist eine Firma. Kein sichtbarer Text, aber ein wichtiges Signal. Bei WordPress erledigt das ein Plugin wie Rank Math automatisch, du musst dafür nicht programmieren können. Baust du deine Seite dagegen mit einem KI-Websitebauer, passiert das nicht von allein. Die KI baut genau das, worum du sie bittest, und strukturierte Daten gehören meist nicht automatisch dazu. Du musst es aktiv briefen, zum Beispiel mit der Anweisung, für jede Seite das passende Schema-Markup einzubauen, etwa FAQ-Markup für deine FAQ-Seite oder Local-Business-Markup für deine Kontaktseite.
10. Überall dort erwähnt werden, wo deine Zielgruppe unterwegs ist
KI-Systeme merken sich, wie oft ein Name im Zusammenhang mit einem Thema auftaucht, auch ganz ohne Link. Ein Forenbeitrag, eine Erwähnung in einem Fachartikel, ein Kommentar unter einem passenden Post. Das zählt alles mit, auch wenn kein einziger Link dabei ist.
Vor Ort und Vertrauen aufbauen
11. Google-Unternehmensprofil komplett ausfüllen
Der kostenlose Eintrag, der bei Google und in Google Maps erscheint. Vollständig ausgefüllt heißt: alle Felder, echte Fotos, Öffnungszeiten, Leistungen im Detail. Ein halb ausgefülltes Profil wird seltener angezeigt als ein vollständiges.
12. Das Profil regelmäßig anfassen
Ein Profil, das seit Jahren unverändert daliegt, wird schlechter behandelt als eines, wo ab und zu ein neues Foto oder eine kurze Neuigkeit dazukommt. Ein Vierteljahres-Termin im Kalender reicht schon.
13. Bewertungen aktiv sammeln
Unter einer bestimmten Sternebewertung werden Anbieterinnen mittlerweile auch von KI-Empfehlungen aussortiert, unabhängig vom sonstigen Ranking. Frag zufriedene Kundinnen aktiv nach einer Bewertung, statt darauf zu hoffen, dass es von allein passiert. Google macht dir das leicht: In deinem Unternehmensprofil gibt es den Button „Um Rezensionen bitten“, der dir einen direkten Link erzeugt. Den schickst du per WhatsApp, E-Mail oder SMS an deine Kundinnen, sie landen dann sofort auf der Bewertungsseite, ohne erst suchen zu müssen.
Presse und Expertenstatus
14. Bei Journalisten-Anfragen mitmachen
Es gibt Dienste, über die Journalistinnen nach Expertinnen für ihre Artikel suchen. Bekannte Beispiele sind HARO, Featured und Qwoted. Du meldest dich einmal an, bekommst regelmäßig Anfragen zu bestimmten Themen zugeschickt und antwortest auf die, die zu dir passen. Wer schnell und mit echtem Fachwissen antwortet, bekommt eine Erwähnung und oft einen Link dazu. Kostet nichts außer Zeit.
Social Media und Content-Kanäle
15. Pinterest und YouTube als Suchmaschinen begreifen
Pinterest ist keine klassische Social-Media-Plattform, sondern eher eine Bildersuchmaschine. Leute suchen dort gezielt nach Lösungen, nicht nur zum Zeitvertreib scrollen. Für visuelle Angebote wie Webdesign oder Fotografie ein Kanal, den viele unterschätzen. Genauso funktioniert YouTube, nach Google die meistgenutzte Suchmaschine überhaupt. Ein Video mit gutem Titel und klarer Beschreibung wird gefunden, lange nachdem es hochgeladen wurde, ganz anders als ein Post, der nach zwei Tagen im Feed verschwindet.
16. LinkedIn und Xing für Reichweite und Links nutzen
Nicht nur zum Netzwerken. Wer regelmäßig eigene Inhalte teilt und dabei auf die Website verlinkt, baut sich hier nebenbei Reichweite und Backlinks auf.
17. Gast in Podcasts werden
Aktiv bei passenden Podcasts anfragen, ob du als Interviewgast dabei sein kannst. Bringt Reichweite bei einer Zielgruppe, die bereits zuhört und dir schon einen gewissen Vertrauensvorschuss gibt, bevor du überhaupt etwas verkaufst.
18. Sich auf ein bis zwei Kanäle konzentrieren
Nicht überall gleichzeitig aktiv sein wollen. Wähl die ein oder zwei Plattformen, wo deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist, und probier dort kurze Videoformate aus. Lieber zwei Kanäle richtig als sechs Kanäle halbherzig.
19. Kundinnen zu Wort kommen lassen
Fotos, Erfahrungsberichte oder kurze Videos von echten Kundinnen schaffen mehr Vertrauen als jede eigene Werbeaussage. Das gilt für Menschen genauso wie für KI-Systeme, die solche Erwähnungen als Vertrauenssignal werten.
20. Eine E-Mail-Liste aufbauen
Neben deiner Website ist die E-Mail-Liste der zweite Kanal, der dir wirklich gehört. Google kann den Algorithmus ändern, Instagram kann die Reichweite drosseln, deine Liste bleibt trotzdem deine Liste.
Sichtbarkeit ist kein einzelner Trick
Und schon gar kein Geheimnis, das dir jemand für viel Geld verkaufen muss. Es ist die Summe aus vielen kleinen, machbaren Schritten, die sich über Zeit aufbauen. Nicht alle 20 auf einmal angehen. Sondern mit den zwei oder drei anfangen, die am meisten zu deiner Zielgruppe passen, und die dann wirklich durchziehen.
FAQ
Wie werde ich bei ChatGPT gefunden?
Indem du Inhalte in klar abgegrenzten Absätzen schreibst, die auch für sich allein verständlich sind, konkrete Fragen direkt beantwortest und strukturierte Daten im Hintergrund einbaust. Zusätzlich hilft es, wenn dein Name in thematisch passenden Zusammenhängen im Netz auftaucht, auch ohne Link.
Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
SEO zielt auf ein gutes Ranking bei Google und damit auf Klicks. GEO zielt darauf, dass KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity deine Inhalte als Quelle zitieren. Beides lässt sich auf derselben Seite umsetzen, es schließt sich nicht aus.
Muss ich alle 20 Methoden umsetzen, um gefunden zu werden?
Nein. Wichtiger ist, konsequent bei zwei oder drei Methoden zu bleiben, die zu deiner Zielgruppe passen, als alle 20 einmal anzutesten und dann liegen zu lassen.
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Über die Autorin
Corrine van den Broek ist Website-Mentorin und KI-Content-Creator. Sie zeigt dir, wie du mit deiner Botschaft die richtigen Kunden erreichst, von der Idee bis zum fertigen Online-Auftritt. Ohne Marketing-Blabla, ohne Technikgedöns, für selbstständige Frauen, die keine Zeit für falsche Lösungen haben.