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WIE DEIN FIRMENNAME BEIM KUNDEN HÄNGEN BLEIBT.

Den besten Firmennamen finden

Für ein erfolgreiches Business sollte dein Name in den Köpfen deiner Interessenten hängen bleiben.
Worauf es dabei ankommt, findest du in diesem Beitrag: 6 Tipps um den besten Firmennamen zu finden.

Hast du je einfach nur ein „Auto“ gekauft?

Die meiste Leuten nennen das Produkt ihrer Begierde (fast) immer beim Namen. Oder hast du je einfach nur ein „Auto“ gekauft? Die meisten entscheiden sich für einen „Tesla“, „Porsche“, „VW“ oder „Opel“ (je nach Bedarf ;-). Beim Schokoladenkauf, kommt nur deine Lieblingssorte in den Einkaufswagen. Auf jeden Fall kauft mein Mann immer die gleiche quadratische Sorte. Und unter der Dusche kommt nicht irgendeine Seife auf der Haut, sondern nur „Nivea“, „Penaten“, „Dove“ oder „Weleda“. Sogar low-interest-Produkte profitieren von einem guten Namen. Wie „Fischer“ mit seinen Schrauben vormacht. Taschentuch gefällig? Dann bitte ein „Tempo“. Wenn dein Name Synonym für ein Produkt geworden ist, dann hast du es erst recht geschafft.

Es lohnt sich also, für dein Business den richtigen Firmennamen zu suchen. Auf folgende Punkte solltest du dabei achten:

1. IST DEIN WUNSCHNAME SELBSTERKLÄREND?

Mit dem Namen „SessionLine“ wollten Gründer eine Online-Plattform für Freizeitaktivitäten in Hamburg starten. Das Ziel war, der Anonymität in der Großstadt den Kampf anzusagen und Leute, abseits eines Dating- oder Businesstreffs, miteinander in Kontakt zu bringen. Der Name „SessionLine“ entstand aus dem Begriff Jamsession und der Timeline, die als Interface auf der Website im Mittelpunkt stand. Nach einiger Zeit musste man feststellen, dass die Idee sowohl bei den Nutzern als auch bei Investoren nicht rüberkam. Und ohne steigende Nutzerzahlen keine Einnahmen und keine Investoren. Bis die Gründer den Namen änderten. Mit der Facebookseite „Heute in Hamburg“ erreichten sie innerhalb 2,5 Wochen über 10.000 Fans.

Überlege, ob ein Interessent am Namen erkennen kann, worum es bei deinem Angebot geht. Namen mit einem beschreibenden Charakter sind selbsterklärend, wie z. B. „Carglass“, „Ring Doorbell“, „Volkswagen“ oder „myMuesli“.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• Mit einem umschreibenden Begriff wird man schneller (online) gefunden.
• Er bringt Klarheit über dein Angebot.
• Er ist einfach zu merken.

Der Nachteil ist, dass eine reine Beschreibung nicht urheberrechtlich zu schützen ist.
Eine der folgenden Ergänzungen kann Abhilfe schaffen:
• regional
• ein gelernter Begriff wie „my“ „24“
• dein Name
• deine „Produktionsstätte“ wie z. B. Atelier, Manufaktur oder Factory

Beispiele: „Doggiebag-Manufaktur“, „Frankfurter-Doggiebags“, „mydoggiebag“, „doras-doggiebags“

2. SIND FANTASIENAMEN SINNVOLL?

Wer würde heutzutage auf die Idee kommen, ein Hightech Produkt nach Obst zu benennen? Ein früher Startup tat genau das. Am 1. April 1976 gründen Steve Jobs und Steve Wozniak zusam-men mit ihrem Freund Ronald Wayne das Unternehmen „Apple Computers Inc.“. Der Name „Apple“ war eher Zufall. Der Legende nach hatte Steve Jobs mal wieder eine seiner Obstdiäten praktiziert. Er war gerade von einer Apfelplantage zurückgekehrt. Der Name klang freundlich, schwungvoll und nicht einschüchternd. Apple nahm dem Begriff ‚Computer‘ die Schärfe. Zudem würden sie künftig vor „Atari“ im Telefonbuch stehen. Und die Zeit drängte. Das hat „Apple“ später teuer bezahlen müssen, denn die Plattenfirma der Beatles hieß „Apple Corps“. (Siehe Punkt 5.)

Bei Fantasienamen ist alles möglich. Bedenke aber, dass es viel Aufwand bedeutet, einen Fantasienamen mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung in den Köpfen der Kunden zu verknüpfen. Dein Werbeetat wird definitiv mehr beansprucht werden. Auch rechtlich solltest du einiges beachten.

Dein Name darf nicht irreführend sein: „Bio“, „Öko“, „Institut“ – das geht nur dann, wenn du tatsächlich ein solches Unternehmen bist oder betreibst. Ein Name gilt als irreführend, wenn er dem unbedarften Leser etwas suggeriert, was sich tatsächlich gar nicht mit dem Unternehmen verbindet.

Fantasienamen sind für Freiberufler, Einzelunternehmer ohne Handelsregistereintrag oder eine Personengesellschaft nur als Ergänzung zu verwenden. Es muss im Geschäftsverkehr erkennbar sein, dass du als Einzelperson Vertragspartner bist. Das bedeutet:
• Dein Vorname und Nachname sollten immer zusätzlich zu dem Fantasienamen stehen
Beispiel: MMMusix – Monika Müller Musiklehrerin
• Freiberufler müssen durch die Berufsbezeichnung, die einem freien Beruf entspricht, allerdings klar erkenntlich machen, dass es sich um einen Freiberufler handelt. Also Angaben wie „Steuerberater“ oder „Architekt“ dürfen nicht fehlen.

Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, brauchen den Namen des Unternehmensinhabers nicht zu nennen. Hier ist jede Fantasiename möglich. Es muss aber immer die Rechtsform als Zusatz aufgeführt werden, wie z. B. „Malerparadies Mainz GmbH“.

(Hinweis: Ich bin kein Rechtsanwalt und erbringe keine Rechtsberatung. Für Rechtsfragen solltest du einen Rechtsanwalt fragen.)

3. IST DEIN NAME EINPRÄGSAM?

Als ich letztens beim Apotheker war, bestellte jemand „das Erkältungsmittel umka, umlaka, um-coba …, oder wie heißt das noch mal?“. Diese Ausnahme funktioniert, weil eine große Werbekampagne rund um den Zungenbrecher aufgebaut ist.
Wenn du nicht über einen solchen Werbeetat verfügst, ist es ratsam, dass man deinen Namen aussprechen kann. Namen, die man nur schwer buchstabieren oder aussprechen kann, wird man sich sehr schlecht merken.

IST DEIN NAME EINPRÄGSAM? Mache den Telefontest!

Mache den Telefon-Test.
Nimm den Hörer ab, und melde dich mit deinem Firmennamen.
• Wie klingt das? Musst du deinen Namen buchstabieren, oder versteht man dich sofort?
• Ist der Name leicht auszusprechen?
• Ist der Name leicht zu merken?
• Kreiert der Name Bilder in deinem Kopf?
• Was assoziiert man mit dem Namen?
• Erweckt der Name Aufmerksamkeit?
• Ist der Name doppeldeutig?
• Bekommt man eine Idee, um welches Business es geht?

Auch das Hintereinanderreihen von bedeutungslosen Buchstaben trägt nicht dazu bei, dass man sich deinen Namen gut merken kann. Jetzt wirst du vielleicht einwerfen, dass andere Unternehmen, wie z. B. „HP“ oder „VW“, es doch auch geschafft haben. Diese Firmen haben aber nicht angefangen mit den Kürzeln. Die Kürzel haben sich erst aus dem Namen ergeben, und die Bedeutung der Buchstaben dürfte den meisten bekannt sein.

Damit deine Marke sich einprägen kann, empfehlen sich Namen mit einem „Verb-Potenzial“. Wir suchen z. B. nicht mehr nach Begriffen im Internet, sondern wir „googeln“. Diese Namen sind kurz, maximal 2 Silben lang, und prägnant. Sie sind vor allem keine Zungenbrecher.

Ein lustige Name kann zwar schneller hängen bleiben, es ist aber auch ein schmaler Grat zwischen Volltreffer und ziemlich daneben; „Gerti’s Getränkeverkauf“ wäre nicht halb so einprägsam, wie es „Gerti’s Saftladen“ ist.
Anbei ein paar Beispiele, die nicht immer gelungen sind:

Zimtzicke (Schönes für Schwangere)
Dönerstag (Mainzer Dönerladen)
POPO (Sitzmöbel)
FÖN-IX (Friseur)
Titanic Reisen (Cruises)
Beule (Fahrschule)
Schade (Bestattungshaus)
Reiche Rechtsanwälte
Fahrzeugbau Rost
Herpes Pizza (gibt’s wirklich …)

4. BIETET DEIN FIRMENNAME WACHSTUMSMÖGLICHKEIT

Wenn du deinen Namen mit einer Region oder mit einem bestimmten Produkt verbindest, nimmst du dir die Möglichkeit, später dein Gebiet oder Sortiment auszuweiten. Ein Name wie z. B. „Tante Annies Suppenküche“ mag wohl in Hamburg, München und Frankfurt gleichermaßen funktionieren. Aber sobald Tante Annie auch den besten Kuchen der Welt backt, wird es schwieriger. Überlege dir, wo du in 5 oder 10 Jahren stehen willst. In welche Richtung willst du, wenn möglich, expandieren? Passt der Name dann noch?

5. WIE EINZIGARTIG IST DEIN MARKENNAME?

Gerade mit deinem Namen kannst du Besonderheiten, Stärken oder Stilrichtungen vermitteln. „Unternehmungsberatung Müller & Meier“ ist wirklich nichtssagend und austauschbar. Warum sollte man sich ausgerechnet für diese Unternehmensberater entscheiden? Womit unterscheiden Müller & Meier sich vom Wettbewerb? Was macht die beiden so besonders?

Nimm die Zeit, und suche nach der Essenz deiner Geschäftsidee. Wecke Assoziationen, die zu deiner Geschäftsidee passen. Dazu kannst du ganz gezielt den Klang von Buchstaben nutzen. Das „i“ z. B. weckt Assoziationen mit klein wie „Mini“, das „a“ und „o“ werden dagegen mit dem Begriff groß verbunden wie bei „Omega“ oder „Sharan“.

Überlege gut, ob du einen provokanten Namen als bewusste Marketingstrategie verwenden willst. Psychologisch betrachtet prägen Menschen sich provokante oder ungewöhnliche Namen besser und schneller ein. Und zwar genau deshalb, weil sie erst stutzig werden und noch einmal darüber nachdenken müssen. Auf der anderer Seite kann ein provokanter Name beim Betrachter negative Assoziationen wecken. Ist das Image deines Unternehmen erst einmal negativ, wird es dieses auch schwer wieder los. Wichtig ist, die Emotionen in eine positive Richtung zu lenken und die Fantasie der Verbraucher anzuregen.

6. IST DEIN FIRMENNAME SCHON VERGEBEN?

Wie bereits erwähnt, war die Plattenfirma der Beatles, „Apple Corps“, nicht gerade begeistert von „Apple Computers“. Im November 1981 kam es zu einer ersten außergerichtlichen Einigung. „Apple“ zahlte einen – nicht bekannten – Betrag an die Londoner Plattenfirma, um den Namen „Apple Computer“ weltweit verwenden zu dürfen. In 1989 verklagte „Apple Corps“ den Computer-Hersteller nochmals, weil dieser in der Zwischenzeit Rechner produzierte, die man auch für die Musikproduktion nutzen konnte. Im 1991 kam es dann zu einer zweiten außergerichtlichen Einigung. Apple-Mac zahlte mehr als 26 Millionen US-Dollar Abfindung.

So teuer muss es für dich nicht werden. Um mögliche Konflikte bei der Anmeldung einer Marke oder der Eintragung eines Unternehmens im Handelsregister rechtzeitig aufzudecken, solltest du zuvor einen Markencheck durchführen. Dazu kannst du z. B. die Markenrecherche von Marken-Radar.de nutzen, die auch eine Ähnlichkeitsrecherche beinhaltet. Oder du suchst direkt beim DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt).
Aber Achtung: Suche ist nicht gleich Suche. Eine reine Identrecherche reicht meistens nicht aus. Auch die Ähnlichkeitsrecherche kann bei internationalen Namen unzureichend sein,. Hier kön-nen dir nämlich phonetischen Ähnlichkeiten einen Strich durch die Rechnung machen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Markenrecherche in professionelle Hände geben. Unten findest du einige Links dazu.

Bevor du deinen Namen beim DPMA eintragen lässt, solltest du auf jeden Fall kontrollieren, ob der dazu passenden Domainname noch frei ist. Jetzt denkst du vielleicht: „Na klaro, ist doch logisch“, aber ich habe leider schon ein paar Mal erlebt, dass das eben nicht gemacht wurde…

FAZIT

Dein Name ist dein Aushängeschild. Sorge dafür, dass der erste Eindruck zählt. Wähle einen Namen der prägnant und einfach zu merken ist. Ein auffälliger, ungewöhnlicher Name macht neugierig, bleibt besser hängen und wird schneller online gefunden. So hebst du dich von der Masse ab und brauchst weniger Geld, um dein Angebot bekannt zu machen. Der richtige Name ist eine einfache und günstige Werbung für deine Geschäftsidee. Nutze das!

Deine Checkliste:
• Fasse dich kurz.
• Kann man erkennen warum es bei deinem Angebot geht?
• Mache den Telefontest!
• Denke an die Zukunft.
• Sinnlose Buchstaben-Kürzel verpuffen wirkungslos.
• Wecke positive Assoziationen, die zu deiner Firma passen!
• Verzichte möglichst auf Sonderzeichen.
• Mache eine Keywordanalyse.
• Denke an den Domainnamen.
• Beschreibende Namen sind nicht schutzfähig.
• Melde deine Marke an – es reicht nicht, bei Google zu suchen.
• Denke eventuell auch an andere Sprachen.

Nützliche Links:
NAMENSGENERATOREN:
www.namerobot.de (tolles Tool für die Namensfindung plus Markenanmeldungspaket)
www.shopify.de/tools/firmennamen-generator
biznamewiz.com/de/

ANMELDEN:
www.dpma.de
www.marken-radar.com/ (bietet neben Professionell Paketen auch eine Gratis-Suche)
www.wir-lieben-marken.de
www.fixmarke.de

KEYWORDRECHERCHE:
www.seokratie.de
www.secockpit.com/de

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