Wie du Kunden mit deiner Website gewinnst.
Der große Website-Irrtum: Einfach online gehen reicht. Fehlanzeige. In diesem Beitrag zeige ich, worauf es wirklich ankommt.
„Ich bastel mir ’ne Website, schreib da drauf, was ich alles so mache – und dann läuft das schon mit den Kunden.“ Du investierst Zeit, Nerven und Geld in deine erste eigene Homepage, füllst sie mit Infos zu deinen Angeboten und wartest gespannt auf die ersten Anfragen.
Doch was passiert? Erst mal gar nichts. Keine E-Mails von interessierten Neukunden, kein klingelndes Telefon, kein voller Kalender. Stattdessen: Frust, Zweifel – und die große Frage: Was habe ich falsch gemacht?
Warum reicht es nicht, einfach nur online zu sein? Was braucht es wirklich, damit eine Website rund um die Uhr – also 24/7 – Kunden für dich gewinnt? Genau darum geht’s in diesem Artikel.
Die falsche Erwartung: „Website online, Kunden kommen von selbst“
Der Gedankengang klingt verlockend einfach: Website erstellen = Kundenansturm.
Leider funktioniert das nicht.
Denn ganz ehrlich: Deine Website ist wie ein hübscher Laden im Hinterhof, wenn niemand weiß, dass er existiert. Hier ein paar Gründe, warum der erhoffte Kundenansturm ausbleibt:
1. Niemand findet dich.
Ohne Sichtbarkeit bei Google/ChatGPT oder gezielte Werbung dümpelt deine Seite still und heimlich im Web herum – irgendwo zwischen Seite 7 und 48 der Suchergebnisse. Und da verirrt sich niemand hin, nicht mal aus Versehen.
2. Keiner versteht, was du anbietest.
„Ich mache dies, das und auch noch jenes“ – klingt nett, überzeugt aber keinen. Wenn dein Angebot nach Bauchladen klingt und auf der Startseite kein klarer Nutzen rüberkommt, klicken Besucher schneller weg als du „Ich erklär’s gleich“ sagen kannst.
3. Vertrauen? Fehlanzeige.
Wenn deine Seite aussieht wie 2003 und sich liest wie ’ne PowerPoint-Präsentation aus dem BWL-Grundkurs, springen deine Besucher lieber zur Konkurrenz – die wirkt zumindest so, als wüsste sie, was sie tut.
4. Kein nächster Schritt.
Selbst wenn jemand auf deiner Seite hängen bleibt, fehlt oft der letzte Schubs. Kein „Buche jetzt dein kostenloses Erstgespräch“, kein „Schreib mir hier“ – kein Wunder, dass nichts passiert. Ohne Call-to-Action bleibt der Klick auf deiner Seite ein netter Besuch – ohne Folgen.
Warum du trotzdem eine Website brauchst
Nach dem Frust kommt bei vielen der Gedanke: „Wenn das mit der Website eh nix bringt – kann ich’s mir dann nicht gleich sparen?“ Nein. Bitte nicht. Deine Website ist und bleibt die Basis deiner Online-Präsenz. Kein Luxus. Kein Nice-to-have. Sondern Pflichtprogramm. Hier ist warum:
✅ Ohne Website – kein Vertrauen.
Wer dich googelt und nichts findet, denkt schnell: „Gibt’s die überhaupt?“ ) Eine eigene Seite wirkt professionell – auch wenn du (noch) keine GmbH mit Hochglanzbroschüre bist. Hier hast du die unbegrenzte Möglichkeit, deine Expertise zu zeigen. Aber bitte mit einer persönlichen Note und kein generisches ChatGPT-Gelaber.
✅ Deine Plattform, deine Regeln
Instagram und Co. sind super, aber nicht dein Zuhause. Algorithmen kommen und gehen, Reichweiten steigen und stürzen. Und manchmal wird ein Konto einfach gelöscht. Deine Website gehört dir. Punkt.
✅ Die Suchintention ist optimal
Viele suchen bei Google oder ChatGPT gezielt nach Lösungen, statt nach Entertainment. Der ideale Station in der Kundenreise, um deiner Zielgruppe dein Angebot zu präsentieren.
✅ 24/7 geöffnet
Während du schläfst, Kaffee trinkst oder spazieren gehst, kann deine Website neue Kontakte anziehen, Fragen beantworten und Kunden überzeugen. Ganz ohne Social Hamsterrad.
Kurz gesagt: Ohne Website fehlt dir das Fundament.
Aber eben bitte nicht irgendeine Seite – sondern eine, die für dich arbeitet. Wie das geht? Lies weiter.
Was braucht eine erfolgreiche Website wirklich?
Du fragst dich jetzt vielleicht: „Okay, worauf kommt es denn nun an? Was genau muss ich tun, damit meine Website für mich Kundinnen und Kunden gewinnt?“
Hier kommen die wichtigsten Zutaten – mit einer Prise Strategie, einem Schuss Klarheit und ganz ohne Fachchinesisch:
POSITIONIERUNG
Schärfe deine Nische
„Ich biete Coaching und Workshops..“
Sorry, aber das funktioniert nicht. Welche Workshops: Texten, Teamarbeit, Geldanlage mit ETFs, Marathonlaufen? Und für wen: Anfänger, Fortgeschrittene, Gartenbesitzer mit Fahrrad?
Wenn dein Angebot zu generell ist, hast du aus der Sicht der KI oder Google viele Mitbewerber. Warum sollte die KI gerade dich empfehlen?
Je klarer dein Fokus, desto größer die Chance, dass deine Wunschkund:innen dich finden und sich angesprochen fühlen.
Statt: „Ich mache XY“ → lieber: „Das hast du davon, wenn du mit mir arbeitest.“ Menschen wollen wissen: Hilft mir das weiter? Mit welchem Ergebnis kann ich rechnen?
Ein Blog, eine gute „Über mich“-Seite oder ein kleines Freebie können hier Wunder wirken. Gib etwas von deinem Know-how raus – nicht alles, aber so viel, dass man denkt: „Wow, die weiß, wovon sie spricht.“ Das baut Vertrauen auf. Und Vertrauen verkauft.
NUTZEN
Was habe ich davon?
SEO
KEINE FLOSKELN!
Du solltest wissen, wonach deine Kund:innen suchen – und diese Begriffe auf deiner Seite verwenden. Spoiler: Das sind oft keine Fachbegriffe! Und auch keine Floskeln, wie z. B. „sein Potenzial entfalten“.
Sorge dafür, dass sowohl die KI als auch deine Kunden erkennen können, ob dein Angebot zu ihrer Anfrage passt. Relevante Begriffe, gute Texte, klare Struktur – das reicht fürs Erste. Alles andere kommt später.
Schönes ist Geschmackssache.
Entscheidend für deine Website ist: Findet man sich zurecht? Lädt die Seite schnell? Passt der Stil zu dir? Sieht sie auch auf dem Handy gut aus? Deine Website ist kein Kunstprojekt, sondern ein Werkzeug. Sie soll führen, nicht verwirren.
Und ja: Wenn’s aussieht wie 2012 oder sich anfühlt wie eine Steuererklärung, wirkt das nicht gerade überzeugend.
Design & Usability
Mach’s deinen Besuchern leicht
Klare Call-to-Action
Sag was der nächste Schritt ist
Der häufigste Fehler: Man liest sich durch eine Seite, ist eigentlich überzeugt – und dann?
Nichts. Kein Button. Kein Kontaktformular. Kein Hinweis.
Die Leute sind weg, bevor sie sich entschieden haben.
Sag ganz klar, was der nächste Schritt ist: „Jetzt Kennenlerngespräch buchen“, „Hier Kontakt aufnehmen“, „Kostenlosen Guide anfordern“ – was eben passt. Mach eine klare Ansage.
Auch die beste Website bringt dir nix, wenn sie niemand besucht.
Heißt: Du musst den ersten Schwung selbst anschieben.
Erzähl den Leuten von deiner Seite – auf Social Media, im Newsletter, im echten Leben. Verlink sie in deiner Mail-Signatur, deinem Insta-Profil, deinem LinkedIn. Und melde dich bei Google My Business an. Das klingt banal, aber viele lassen das einfach liegen.
Sichtbarkeit
Bring den Ball ins rollen
Brandbeschleuniger
Online Anzeigen
Und dann gibt’s da noch die Königsdisziplin für Ungeduldige: Online-Werbung. Mit Facebook-, Instagram- oder Google-Ads kannst du gezielt Menschen auf deine Website holen – schnell und punktgenau.
Aber Achtung: Wenn du es nicht richtig machst, kannst du viel Geld verbrennen.
Wenn du Ads nutzt, dann bitte mit Plan (oder einem Profi). Und am besten erst dann, wenn deine Seite so gut dasteht, dass sich der Besuch auch wirklich lohnt.
So erkennst du, ob deine Website gerade arbeitet – oder nur Däumchen dreht
Deine Website sieht schön aus. Aber tut sie auch was? Hier ein kleiner Realitätscheck:
☐ Wirst du über Google gefunden?
Such mal selbst nach deinen Leistungen + deinem Standort. Wenn du auf Seite 7 bist: keine Panik – aber auch kein Grund, dich zurückzulehnen.
☐ Kommen regelmäßig Anfragen über die Website?
Frag deine Kunden, wie sie dich gefunden haben? Online? Wenn sich nie jemand für dein Freebie einträgt, läuft irgendwas schief. Entweder finden dich zu wenige – oder deine Seite überzeugt nicht.
☐ Wissen Besucher, was der nächste Schritt ist?
Wenn du dich fragst, warum niemand klickt – frag dich zuerst: Zeigst du überhaupt, wo’s langgeht?
☐ Bleiben die Leute länger als ein paar Sekunden?
Eine hohe Absprungrate heißt oft: Die Seite wirkt unklar, überfordert – oder langweilt. (Oder du hast die falsche Zielgruppe auf deiner Site gelenkt.)
☐ Entwickelt sich was – oder sieht die Seite seit Monaten gleich aus?
Eine Website ist kein statisches Denkmal. Sie darf wachsen, sich verändern – und immer besser werden.
Kurz gesagt: Wenn du das Gefühl hast, deine Seite ist zwar online, aber keiner kümmert sich drum – dann ist sie eher digitale Deko als Verkaufshelferin.
Fazit: Eine Website kann Kunden gewinnen – aber nicht von allein
Die gute Nachricht zuerst: Ja, deine Website kann für dich arbeiten. Rund um die Uhr.
Sie kann dir Sichtbarkeit bringen, Vertrauen aufbauen, dich professionell präsentieren – und am Ende Kundinnen und Kunden gewinnen, sogar während du schläfst.
Aber nicht, wenn du sie einfach nur ins Netz stellst und hoffst, dass schon irgendwer draufklickt. Deine Website ist kein Deko-Projekt. Sie ist ein Werkzeug. Und wenn du sie mit Köpfchen (und KI) baust – oder überarbeiten lässt –, wird sie dir langfristig helfen, die richtigen Menschen zu erreichen.
Also, wenn du jetzt denkst: “Klingt alles wunderbar, aber das ist mir alles zu viel”, dann lass uns reden.