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So bekommst du Aufmerksamkeit

5 Ideen für einen
packenden Texteinstieg

von jemandem, der kein Deutsch gelernt hat 😉

Mein Deutschlehrer Herr von Westendorf war schuld. Er hat uns gezwungen für jede Unterrichtsstunde endlose Reihen auswendig zu lernen. So was wie die Präpositionen mit dem Genetiv oder alle unregelmäßigen Verben. Statt spielerisch mit der Sprache umzugehen, tsss …
Ich hab durchaus Freude an Sprachen, aber die Deklinationen gingen mir einfach auf den Keks. Also habe ich das Fach Deutsch nach einem Jahr abgewählt. Konnte ich wissen, dass ich mal nach Deutschland auswandere?

Bist du noch dran? Wäre ja peinlich, wenn nicht. Da will ich dir erzählen, wie wichtig es ist dein Publikum sofort zu fesseln und vermassel es gleich selbst.

Dein „Türöffner“ muss knallen. Das gilt genauso für deinen Vortrag, wie für deine Broschüre oder deine Videos. Und auf deiner Website sogar ganz besonderes. Denn deine Besucher sind schneller weg, als du blinzeln kannst, wenn sie nicht neugierig oder interessiert sind. Aber wie kriegst du das hin?

Ich habe mich mal umgeschaut und die besten Tipps & Tricks der Profis gesammelt. Los geht’s.

Tipp Nr. 1: SCHOCKIEREN

„Auf der Über-Uns-Seite geht es gar nicht um dich!”
Das habe ich letztens einer Workshopteilnehmerin gesagt. Die war erst mal baff.
Ja, es heißt doch aber „über-uns“? Da soll ich doch über mich selbst reden oder etwa nicht?

Ja, ein bisschen schon, aber erst nachdem du klar gemacht hast, dass du das Problem deiner Kunden erkannt hast. Diesen Einstieg habe ich gebraucht, um erst mal wach zu rütteln. Hätte ich gleich damit angefangen aufzulisten, welche Struktur man für eine Über-Uns-Seite braucht, wäre die Botschaft wohl nicht zu gut angekommen.

Überlege dir mal, womit DU provozieren kannst. Oft reicht es schon plattgetretene Pfade und langweilige Floskeln einfach mal umzudrehen. Wenn jeder in deiner Branche davon spricht, wie sehr er oder sie wohl der Experte ist, dann dreh die Sache doch mal um. Statt „Wir sind die Experten für XY“, einfach mal „Wir haben keine Ahnung von XY, dafür aber desto mehr ….“. Und noch ein zweites Beispiel: „Die Erfolgsformel für XY!“, alternativ: „Ich habe gar keine Erfolgsformel, es gibt viele Wege.“

Menschen lieben Spannung. Langweilig können die anderen.

Tipp Nr. 2: erzählen

Es war mal eine schöne Prinzessin.
Mir ist heute morgen was passiert …
Es war an einem eiskalten Frühlingstag …

Wenn du so anfängst, versteht jeder: Jetzt kommt eine Geschichte.
Menschen lieben Geschichten. Eine gute Story ist Aufmerksamkeitsgarant Nr. 1.

Dabei kannst du durchaus was Persönliches erzählen.
Menschen mögen es, wenn sie merken, dass sie nicht allein sind mit ihren Ängsten, Fehlern oder Misserfolgen. Das weiß auch eine der Großen unter den Coaches und Speakern. Sabine Asgodom ist so ein richtiges Schwergewicht beim Storytelling.

In ihrem Vortrag „3 Schritte zum Erfolg“ erzählt sie als Einstieg von ihrem ersten Talkshow.
„Als ich zum ersten Mal in eine Talkshow eingeladen wurde, dachte ich:
Jetzt werde ich reich, berühmt und glücklich.“ (Wer möchte das nicht 😉
Um ihr Buch in der Kamera halten zu können, musste unbedingt ein neues Kleid her:
„Ich habe mir als allererstes ein neues Kleid gekauft. Ein Fernsehkleid…
Das schönste an diesem Kleid, es hat eine Längspasse. Und Sie wissen, längst streckt!
Ich war elfenschlank in diesem Kleid.“

Was ein Glück, hat sie nicht als erstes eine Powerpointfolie mit 3 Schritten an die Wand geschmissen. So schafft sie es ratz-fatz ihre Zuschauer abzuholen. Humorvoll und gelassen spannt sie den Bogen und trifft mit ihren Pfeilen direkt unsere kleinen menschlichen Unbesonderheiten.

Und welche kleine „Geheimnisse“ kannst du von dir erzählen?

Tipp Nr. 3: BOULEVARD

„Wir sind Papst.”
Ja, tatsächlich. Ich hätte nie gedacht, irgendwann mal die Bildzeitung als positives Beispiel zu verwenden. Aber schau dir mal die Überschriften an. Davon kannst du was lernen.

Greif bei der Wortwahl mutig in die Boulevardkiste – du musst ja nicht gleich geschmacklos werden:
• Hier wird oft übertrieben. Die genialsten Tricks ….
Das sind gar nicht die genialsten Tricks. Aber keiner wird dich dafür verklagen, sondern erst mal neugierig zuhören.
• Hier wird oft gefragt: Wieder Sieger?
Ob du nun über Politiker oder Fußballvereine schreibst, jeder will wissen wer gewinnt. Und auch wenn keiner gewinnt, deinen Hingucker hast du.

Überhöhte Emotionen und Übertreibungen sind das Handwerkszeug der Bildzeitung. Und auch wenn du andere Inhalte wie die Bildzeitung rüberbringen willst, der Boulevardeinstieg sichert dir erst mal die Aufmerksamkeit.

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Tipp Nr. 4. Versprechen

„Nach diesem Blogbeitrag wirst du nie wieder einen schlechten Texteinstieg schreiben.”
Versprich eine Lösung für das Anliegen deiner Interessenten.

Warum der Trick funktioniert: Menschen sind Egoisten. Sie wollen gerne, dass etwas für sie dabei herausspringt. Eine der ersten Fragen deiner Interessenten lautet: Und was habe ich davon? Beantworte diese Frage und schon machst du sie hellhörig.

Dabei solltest du möglichst die Perspektive wechseln. Sprich nicht von deinen Produkteigenschaften, sondern davon was sie bringen. Ein Beispiel: „Bequem anreisen, wann Sie wollen” statt „Elektronische Zugang zur Ferienwohnung”. Noch stärker funktionieren nachgelagerte Kundenvorteile, wie z.B. Anerkennung, Sicherheit Freiheit oder Vertrauen.

Was kannst DU versprechen?

Tipp Nr. 5: PROBLEM ERKANNT

Nie wieder
• … Jojo-Effekt
• … zu viel bezahlen
• … in der Warteschleife gefangen sein
• … mitten in der Pampa landen, anstatt im Luxushotel am Meer

Die „nie-wieder“- Formel ist perfekt dafür, das Problem deiner Kunden anzusprechen.
Überlege dir, womit deine Kunden hadern. Menschen mögen es, wenn man sie versteht.
Und sie mögen es, wenn man ihnen den Weg aus ihrer Lage zeigt.

Eine alternative Formel ist:
Kennst du das?
• Der Finanzberater hat dir ganz andere Ergebnisse versprochen, als jetzt auf deinem Konto sichtbar sind?
• Du hast dem Handwerker ausgiebig erklärt was du möchtest, und er bietet für viel Geld etwas ganz anderes an?

Viel Geld für etwas ausgeben und nichts davon haben? Das ärgert jeden. Wenn du im gleichen Boot sitzt, traut man dir eher zu, die Probleme wirklich zu verstehen. Außerdem beruhigt es, zu wissen, dass man mit seinem Anliegen nicht alleine dasteht.

Vielleicht hast du dein Business gerade deswegen angefangen, weil du auch dieses Problem hattest.
Dann erzähle davon! Zeige, dass du auf Augenhöhe bist.

FAZIT

Schluss mit langweiligen Powerpointpräsentationen und einschläfernden Vorträgen. Fessel deine Zuschauer, Leser oder Kunden von Anfang an: mit einer der 5 Methoden und mit einer Prise Humor.

Hast du bis hierher gelesen? Na, dann habe ich es doch richtig gemacht.

Bleib dabei und sei gespannt mit welchem Thema ich dich im nächsten Newsletter/Blogbeitrag überrasche. (Dieser Trick heißt: „Bogen spannen durch Vorfreude“.) Kannst du auch!

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